Vorurteil: Marvel’s The Avengers (2012)

The Avengers
The Avengers

Die Mutter aller Superhelden-Filmen steht in der Startlöchern. Denn ab kommender Woche läuft Marvel’s The Avengers in den deutschen Kinos an. Für viele Comicfans der Tag auf den sie seit dem Erscheinen von Iron Man 2008 sehnlichst gewartet haben.

Mit The Avengers erwartet den normalen Kinogänger aber nicht irgendein Sequel. Marvel hat sich über vier Jahre und fünf Filme ein Setting aufgebaut, dass komplett auf dieses Mammut-Projekt ausgelegt war. Jeder einzelne Film kann zwar für sich alleine stehen, so wirklich führt dann aber doch nichts an dem Zusammenschluss von Iron Man, Hulk, Thor und Captain America vorbei.

Geschickt wurden immer wieder kleine Seitenhiebe auf die anderen Helden mit eingebaut. Und ab Donnerstag hat das Warten nun ein Ende. Um bestens darauf vorbereitet zu sein und die ein oder andere Wissenslücke zu schließen, wird es hier täglich bis zum 26. April einen Rückblick auf die bisherigen Geschehnisse. Aber hier erst mal der Trailer:

Iron Man (2008)

Iron Man

Im Mai 2008 fiel mit Iron Man der Startschuss für die Avengers Initiative, die nun mit The Avengers ihre Höhenpunkt erreichen soll. Für viele gilt der erste Film rund um den stählernen Mann, der als einziger keine eigenen Superkräfte besitzt, als stärkster der Avengers Vorboten. Das liegt nicht nur an Robert Downey Jr., der sich als narzisstischen Playboy Tony Stark für Marvel als Glücksgriff erwiesen hat, sondern auch an der comicgerechten Umsetzung. Regisseur Jon Favreau, der in der Iron Man Franchise sogar selber als Starks Fahrer und Bodyguard Hogan vor der Kamera stand, hat mit Iron Man den Grundstein für die weiteren Filme gelegt und gezeigt, wie eine Comicverfilmung auszusehen hat – actiongeladen, optisch nah an der Vorlage und ausgestattet mit Charme, Witz und Stil.

 

Der unglaubliche Hulk (2008)

Der unglaubliche Hulk

Gerade mal zwei Monate nach Iron Man versuchte auch der Hulk an dessen Erfolg anzuknüpfen. Was dabei rumkam gilt aber leider als schwächster Film der Avengers. Fehlbesetzte Charaktere, unmotivierte Schauspieler, zu wenig Action und kein Humor. Dem Hulk fehlte schlichtweg der Charme einer Comicverfilmung, die ja gerade Iron Man ausgemacht hat. Auch die sonst so typischen Anspielungen auf die anderen Marvel-Helden fehlen. Bis auf das typische Schlussszenen-Cameo besitzt Der unglaubliche Hulk kaum einen Bezug zum großen Ganzen. So ist es nicht überraschend, dass Marvel für The Avengers auf einen neuen Hulk-Cast rund um Mark Ruffalo gesetzt hat.

 

Iron Man 2 (2010)

Iron Man 2

Während Iron Man noch mit seinem Charme und Humor überzeugen konnte, wollte man in Iron Man 2 seinem Hauptcharakter wohl etwas mehr Tiefe verleihen. So wurde aus dem coolen Playboy Tony Stark der immer noch coole Playboy Tony Stark, der nun aber auch versucht sein Wissen und Können für die Welt da draußen einzusetzen. Zudem gab es in Iron Man 2 die ersten im Film integrierten direkten Anspielungen auf die folgenden Filme der Avengers Reihe.

Thor (2011)

Thor

Inhaltlich der wohl wichtigste Film auf dem Weg zu The Avengers, da mit Loki der Bösewicht ins Szenario eingeführt wird. Zudem ist Thor der einzige Avenger, der nicht von der Erde stammt. Um den Überblick bei all den mythologischen Namen (Thor, Loki, Asgard, Mjölnir,…) nicht zu verlieren schadet es also nicht Thor vorher noch mal gesehen zu haben. Für diejenigen, die sich dafür jetzt keine Zeit mehr nehmen (können) hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Namen:

  • Thor: Gott des Donners und Sohn von Odin
  • Odin: König von Asgard
  • Asgard: Heimatwelt der Gottheiten
  • Bifröst: Die Regenbogenbrücke, die u.a Asgard mit der Erde verbindet
  • Loki: Meister der Magie und Bruder von Thor
  • Mjölnir: Der magische Kriegshammer von Thor

 

Captain America: The First Avenger (2011)

Captain America

Mit Captain America gesellte sich der historisch gesehen erste Rächer zur Avenger Inititative. Außerdem entschloss sich Marvel anscheinend dazu The Avengers größtenteils aus seiner Perspektive zu erzählen. Außerdem hat Steve Rogers durch seiner Zusammenarbeit mit Howard Stark als einziger bereits einen direkten Bezug zu einen der anderen Helden. Wie er selbst dabei dargestellt wird bleibt abzuwarten, da der Film Captain America doch eher als durchweg ironisch und überspitzte Comicverfilmung anzusehen war.

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