White House Down (2013)

White House Down
White House Down

Wir erinnern uns an den Sommer letzten Jahres, als Antoine Fuqua und Roland Emmerich sich anschickten, in erstaunlich ähnlichen Geschichten, das Weiße Haus zu überfallen. Doch Emmerich ist kein Ersttäter. 1996 jagte er in Independence Day den historischen Amtssitz des US-Präsidenten sogar in die Luft. Ob das Weiße Haus aber wenigstens einen paramilitärischen Angriff standhält?


Ich blicke auf das Coverbild von White House Down und verspüre ein vertrautes Gefühl. Muskulöser Typ, verdrecktes Feinrippunterhemd, Kratzer und Beulen am ganzen Körper, Waffen in der Hand, Explosionen im Hintergrund. Die Parallelen zu John McLane lassen sich kaum wegdiskutieren und auch inhaltlich fühle ich mich oft an Stirb Langsam erinnert. One Man Army Tatum kämpft sich quer durchs Weiße Haus, während um ihn herum eine Non-Stop-Action herrscht. Und trotzdem ist er sich nie zu schade für eine lockeren Spruch. Dazu gesellt sich mit Jamie Foxx ein US-Präsident, der sehr gut mit Menschen kann – oder zumindest mit Channing Tatum. Denn beide füllen ihre Rollen nicht nur gut aus, sondern legen auch gemeinsam ein gut harmonisierendes Duo hin. Also doch noch ein Unterschied zu Stirb Langsam.

Und wieder zurück zum Cover. Denn beim Blick auf selbiges sollte jedem bewusst sein, was ihn hier erwartet. White House Down macht auf jeden Fall keinen Hehl darum und ist bereits in den ersten 5 Minuten dermaßen cheesy und patriotisch, dass man sich im Anschluss an die volle Spielzeit eigentlich gar nicht beschweren darf. Zumindest kann man Emmerich keine Inkonsequenz vorwerfen, denn bei den 5 Minuten bleibt es leider nicht. Und wenn wir schon bei Erwartungen sind: Wer glaubt, eine logische Geschichte serviert zu bekommen, wenn das Weiße Haus von Milizen eingenommen wird und nur von einem einzigen Personenschützer gerettet werden kann, ist hier fehl am Platz.

Packshot: White House Down

Packshot DVD
(c) SPHE

  • Ein dynamisches Duo: Channing Tatum und Jamie Foxx
  • Action pur: Stunt-Training
  • Roland Emmerich – Neue Maßstäbe
  • Die Insider: Nebendarsteller

Ein Blick auf die DVD liefert uns nicht nur den ca. 126 Minuten langen Film, sondern auch gleich vier kleinere Making-ofs. Alle geben einen kurzen Einblick in Produktion des Film, jeweils aus einer anderen Perspektive (Hauptdarsteller, Nebendarsteller, Regie, Stuntcrew). Mit einer Laufzeit von je unter 5 Minuten sind die Clips zwar recht kurz gehalten, für mich als Purist aber ein gefundener Bonus. Wer mehr möchte, sollte wohl zur Blu-ray greifen.

White House Down ist pures Actionkino. Nach kurzer Einführung geht es direkt los und hört bis zum Schluss auch nicht mehr auf. Quasi ein Abbild von Stirb Langsam in der heutigen Zeit, denn auch hier kämpft unser Protagonist (Tatum) in erster Linie in seinem eigenen kleinen Kosmos (auch wenn dieser recht weitreichend ist) und scheint in dieser Rolle auch noch aufzugehen. Nur diesmal hat er einen genauso guten Partner (Foxx) an seiner Seite. Mich würde es also nicht wundern, wenn Tatum nun die indirekte Nachfolge von Bruce Willis in Hollywood antritt. Darüber hinaus bleibt White House Down in seiner Gesamtheit aber leider meist vorhersehbar und etwas arg over-the-top. In dem Sinne ist es eben nur pures Actionkino.

White House Down ist seit dem 9. Januar 2014 im deutschen Handel als ‚DVD‚, ‚Blu-ray‚ und ‚2 Disc-Steelbook Blu-ray‚ erhältlich.

Meine Wertung

6 White House Down (2013)

So sieht Stirb Langsam 2013 aus.

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