The Counselor (2013)

Nach dem ersten Trailer und den Namen Ridley Scott, Michael Fassbender, Brad Pitt und Javier Bardem hatte The Counselor mein Interesse geweckt. Auf eine Anfrage von Niklas dann auch meine Aufmerksamkeit. Und da sich die Vorstellung im nächstgelegenen Kino gut mit meiner Arbeitszeit kombinieren ließ, bin ich Niklas Wunsch nachgegangen. Lies dir die nächsten Zeilen also genau durch und sei gewarnt.

Michael Fassbender war wie immer gut aufgelegt, Brad Pitt hat mir in seiner Rolle sogar noch etwas besser gefallen. Javier Bardem sollte sich langsam einen neuen Haarstylisten suchen und sogar Cameron Diaz habe ich ihren Charakter abgenommen. Darüber hinaus gibt es aber leider nicht viel Positives zu The Counselor zu berichten. Technisch (Kamera, Ton, Ausstattung) ist er zwar recht gelungen, dafür gibt es aber gerade im Schnitt einige Patzer, die nicht sonderlich stören, aber doch schon recht deutlich auffallen.

Vorsicht, ganz mieses Storytelling. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht mal, wo ich anfangen soll. Aber ich versuche es mal anhand einer ganz spezifischen Szene deutlich zu machen, warum The Counselor vorne und hinten nicht funktioniert.

Wenn Javier Bardem mit Michael Fassbender in einem ellen langen Dialog und in einer unnötig hochgestochenen Sprache über Frauen philosophiert, nur um am Ende zuzugeben, dass er selber nicht weiß, wovon er da überhaupt redet, fragt man sich als Zuschauer zwangsläufig, was das Ganze soll. Und wenn genau diese Szene noch die stärkste des ganzen Films ist, kann man sich in etwa ausrechnen, wie der Rest erst ist.

Ich weiß, dieser letzte Absatz ist nicht angenehm zu lesen, aber dann könnt ihr ja in etwa nachvollziehen, wie ich mich in meinem Kinosessel gefühlt habe. Die Geschichte kommt nicht aus dem Arsch und ist dazu noch mit überzogen aufgesetzten Dialogen bestückt, die weder tiefsinnig sind, noch sonst irgendeinen Zweck erfüllen. Sie ziehen die Geschichte nur massiv in die Länge und machen das ganze Filmerlebnis unnötig kompliziert.

The Counselor ist oberflächlich, aufgesetzt, undurchsichtig, uninteressant und macht es sich selber unnötig schwer. Mir war egal, was passiert und wie es passiert. Hauptsache es passierte schnell (war leider nicht der Fall). Ich habe mich selten so sehr im Kino gelangweilt, dass ich sogar ernsthaft in Erwägung gezogen habe, den Kinosaal vorzeitig zu verlassen. Trotzdem bin ich geblieben und werde das Gefühl nicht los, dass The Counselor Ridley Scotts misslungene Versuch ist, einen auf Nicolas Winding Refn zu machen.

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