Red Dawn (2012)

Hier haben wir mal wieder ein Beispiel dafür, dass es bei Spielfilmen eben auf mehr ankommt, als auf die technische Umsetzung. An der habe ich nämlich nichts auszusetzen. Kamera, Ton, Schnitt, Effekte,… zwar nicht besonders, aber immerhin grundsolide und ohne großartige Patzer.

Darüber hinaus hat Red Dawn aber wirklich gar nichts zu bieten. Der Cast ist nicht optimal besetzt. Die Charaktere wirken teilweise viel zu jung und soft für ihre Rollen. Zudem schaffen es gerade die Hauptrollen nicht, ihre Charaktere mit Emotionen und Tiefe auszustatten. Ja, ich gucke auf dich, Josh Peck.

Das liegt zum Großteil aber auch am Script, dass einzig und allein durch den typisch amerikanischen Pathos versucht ein stumpfes militärisches Wir-Gefühl zu erzeugen. Eine emotionale Nähe zu den Charakteren gibt es nicht. Ehrlich gesagt wusste ich nicht mal, mit was für Leuten ich es da zu tun habe. Dazu kommt ein nicht greifbarer Gegenspieler – ein Macht, dessen Motive für den Zuschauer nie geklärt werden, und die es darüber hinaus nicht mal schafft, bei den Charakteren für Angst und Schrecken zu sorgen.

Und wenn wir schon beim Script sind noch etwas zu Geschichte. Die klang vorab ja schon sehr abgehoben. Das ist sie auch im fertigen Film, was an sich aber erstmal nicht schlimm ist. Es gibt ja weitaus schlimmere Ideen, die verfilmt wurden. Trotzdem störe ich mich gewaltig daran. Logikfehler und inhaltliche Lücken lassen das ganze wirken, wie ein Zusammenschnitt kleiner Kriegsgeschichten. Einen großen Zusammenhang erzeugen nur die wiederkehrenden Charaktere. Aber Relevanz besitzt kaum eine Szene. Nicht einmal das Ende schafft für den Zuschauer einen runden Abschluss, weil die Geschichte nicht konsequent abgeschlossen wird.

Wer also wie ich mit dem Gedanken gespielt hat, mal eben 93 Minuten in Red Dawn zu investieren, sollte es lieber sein lassen. Die Zeit könnt ihr weitaus besser nutzen.

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