Die besten Filme 2013

Retrospektive 2013
Retrospektive 2013

2013 ist Geschichte und ich schaue zurück – auf die besten Filme des letzten Jahres. Rückblickend betrachtet habe ich mich bei der Auswahl dieses Jahr deutlich schwerer getan, als im letzten Jahr. Das mag wohl an dem – aus meiner Sicht – ziemlich schwachem Kinojahr 2013 liegen. Ich hätte mir mehr Filme gewünscht, die mir nachhaltig in Erinnerung bleiben. Trotzdem gab es auch einiges, was wirklich zu unterhalten wusste. Die besten zwölf Titel habe ich für euch nun in zufälliger Reihenfolge kurz zusammengefasst. Ausschlaggebendes Kriterium war dabei der deutsche Kinostart. Ich will also keine Beschwerden über Filme aus 2012 hören.

The Impossible

The Impossible

Sollte man einen Film über die Tsunami Katastrophe 2004 machen? Diese Frage wurde immer wieder mit der Veröffentlichung von The Impossible gestellt. Wenn die Geschichte dazu jedoch so präsentiert wird wie hier, sehe ich keine Gründe, die dagegen sprechen. The Impossible heroisiert nicht und zeigt das hässliche Bild der Ereignisse in Thailand. Selten ging ich mit so einem flauen Gefühl im Magen aus dem Kino und freute mich der Dinge, die ich habe.

Die Tribute von Panem - Catching Fire

Die Tribute von Panem – Catching Fire

Im Dezemberrückblick habe ich es ja bereits erwähnt – wer The Hunger Games nicht mochte, wird sich für Catching Fire nicht interessieren. Ich mochte Teil eins aber und war äußerst positiv überrascht darüber, dass Catching Fire noch mal einen ordentlichen Sprung auf der Qualitätsskala machen konnte. Umso ärgerlicher nur, dass ich jetzt noch zwei Jahre bis zum Finale warten muss.

Ich - Einfach unverbesserlich 2

Ich – Einfach unverbesserlich 2

Auch hier gilt das gleiche, wie bei Die Tribute von Panem. Ich mochte Ich – Einfach unverbesserlich sehr und fand Teil 2 sogar noch ein Stückchen besser. Ich hoffe nur, dass Universal Pictures/Illumination Entertainment die Franchisekuh jetzt übermäßig ausschlachten.

Frankenweenie

Frankenweenie

Ich bin weder großer Horror-, noch Tim Burton– oder Stop-Motion-Fan, aber von Frankenweenie war ich doch überraschend positiv angetan. Viele sympathische Referenzen auf Horrorfilme und -charaktere, die mir zum Großteil zwar nicht bekannt, aber trotzdem aufgefallen sind. Dazu eine liebwürdige Geschichte, die optisch eine gelungene Abwechslung zum generischen Animationsbrei der letzten Jahre bietet.

Fack ju Göhte

Fack ju Göhte

Kein anderer Film hat mich 2013 dermaßen überrascht wie Fack ju Göhte. Ein Trailer, der kaum typischer nach deutschem Humor aussehen konnte. Ich wollte mir diesen Film gar nicht erst angucken, aber meiner Freundin zu Liebe, aufgrund durchweg positiver Meinungen im Freundeskreis und weil ich mir für fast keinen Kinogang zu schade bin, habe ich mich dann doch überreden lassen – und das war auch gut so. Denn bei keinem anderen Kinobesuch habe ich vergangenes Jahr dermaßen viel gelacht, wie bei Fack ju Göhte. Warum? Fack ju Göhte ist nicht lächerlich und will auch nicht mehr sein, als er tatsächlich ist. Und trotzdem ist die Geschichte etwas mehr, als nur witzig, ohne sich dabei zu ernst zu nehmen. Außerdem ist Elyas M’Barek um Welten besser bei der Auswahl und Umsetzung seiner Charaktere als jeder Schweigerhöfer.

Dick Figures - The Movie

Dick Figures: The Movie

Ed Skudder und Zack Keller haben bei der Vorstellung ihrer Idee zu Dick Figures: The Movie einen Film rund um die beiden Strichmännchen Red und Blue versprochen und lieferten nach der erfolgreichen Finanzierung auf Kickstarter volle 73 Minuten. Und die orientiert sich inhaltlich und qualitativ auch voll und ganz an ihrer YouTube-Serie. Überspitzt bis zum geht nicht mehr nehmen Skudder und Keller weder Rücksicht auf Frauen, Nerds oder Franzosen. Gesellschaftskritik geht eben auch witzig.

Thor - The Dark Kingdom

Thor – The Dark Kingdom

Im direkten Duell mit dem Hobbit um die meisten News, Ankündigungen und Trailer des Jahres 2013 zog Thor im Endspurt den Kürzeren. Überzeugen konnte mich The Dark Kingdom trotzdem, denn für den Kinobesucher gab es alles, was man von einem Superheldenfilm erwarten konnte. Knallende Action, coole Sprüche und einen bestens aufgelegten Loki. Gepaart mit einem Hauch Selbstironie wirkt Thor – The Dark Kingdom frischer und weniger abgenutzt als Iron Man 3. Thor scheint die Ereignisse in New York wohl besser verkraftet zu haben als Tony.

Rush

Rush

Jeder, der auch nur eine Formel 1 Übertragung auf RTL miterlebt hat, sollte über das Schicksal des Niki L. Bescheid wissen. Sowas zu verfilmen ist natürlich eine Steilvorlage für Hollywood, mich hat es im Vorfeld aber wenig angesprochen. Trotzdem hat Regisseur Ron Howard mich mit einer optisch ansprechend und spannend erzählten Geschichte überzeugt, die aber wohl vor allem auch gut bei mir punkten konnte, da ich den Ausgang nicht kannte. Als Zuschauer war ich mir nie ganz sicher, mit wem ich eigentlich mehr mitfiebere. Daniel Brühl und Chris Hemsworth konnten ihre Charaktere kaum besser verkörpern konnten.

Elysium

Elysium

Regisseur Neill Blomkamp konnte sich mit seinem Erstlingswerk District 9 vor allem wegen seiner visuellen Umsetzung ein gewisses Ansehen erarbeiten. Im Gegensatz zu einigen anderen habe ich, trotz der Trailer, bei Elysium keine Offenbarung des Sci-Fi-Kinos erwartet. So lasen sich nämlich vereinzelte Meinungen im Nachhinein. Ich habe das Kino köstlichts unterhalten verlassen. Es war zwar eine rein actionlastige Unterhaltung, aber ich war wirklich gut unterhalten.

Gravity

Gravity

Optisch orpulent, visuell beeindruckend und vor allem inhaltlich nicht so überladen, wie es viele Blockbuster es heutzutage sind. Das hat auch mir an Gravity gefallen. Am Ende war ich aber wohl doch zu stark gehyped, aufgrund der überschwinglichen Meinungen von überall, um Gravity als Meisterwerk oder Film des Jahres anzusehen. Dominik hatte da ein paar sehr zutreffende Worte für gefunden: „Ein sowohl optisches, als auch darstellerisches Meisterwerk, das trotz unendlichen Weiten keinen Raum zum Atmen lässt.“

Silver Linings

Silver Linings

Schnulzenfilme gibt es wie Sand am Meer. Da muss man sich schon was einfallen lassen, um aus der Masse herrauszustechen und vor allem den Zuschauer noch zu überzeugen. Silver Linings geht diesen Weg, liefert zwei gut aufgelegte Hauptdarsteller (Bradley Cooper und Jennifer Lawrence), die nicht nur super harmonieren, sondern auch herrlich abgedrehte Charaktere verkörpern. Außerdem geht die Geschichte zumindest in der ersten Hälfte einen frisch wirkenden Weg.

Flight

Flight

Mit solchen Feel-Bad-Feel-Good-Biographie-Oscar-Steilvorlagen kann man mich ja immer überzeugen, wenn der Hauptdarsteller denn den richtigen Ton trifft. Denzel Washington scheint das im Schlaf zu beherrschen und verkörpert einen Piloten, der ein Leben zwischen hochbegabtem Lebensretter und drogenabhänigem Arschloch spielt. Soll man ihn hassen, oder soll man ihn bejubeln? Ich war zwischen den Stühlen gefangen und genau das ist der Reiz des Charakters und der Geschichte.

Nicht gesehen, aber bereits ins Auge gefasst: Prisoners, Don Jon, Die Eiskönigin

11 Comments

  • Dominik sagt:

    Thx für die Erwähnung. :) Freut mich.

    • Thomas sagt:

      Besser konnte ich es leider selbst nicht formulieren. Das ich da nicht selbst drauf gekommen bin… ;)

  • bullion sagt:

    Eine schöne Zusammenstellung. Da kann ich bei beinahe jedem Film d’accord gehen – und den Rest habe ich nicht gesehen… ;)

    • Thomas sagt:

      Danke, danke… aber wirklich mit jedem Film, den du auch gesehen hast? ;)

    • bullion sagt:

      Yep, jeden genannten und gesehenen Film:

      „The Impossible“ fand ich unglaublich bewegend, „Catching Fire“ mochte ich ebenso gerne, wie die Buchvorlage, „Gravity“ ist mein persönlicher Film des Jahres und „Silver Linings“ fand ich einfach nur schön. Hach.

      Den Rest kenne ich (noch) nicht…

    • Thomas sagt:

      Dann würde ich von denen, die dir noch fehlen, am ehesten Rush und Frankenweenie empfehlen.

  • Juli sagt:

    Leider habe ich von den Filmen nicht einmal die Hälfte gesehen… und dann hab ich auch noch „Thor“ und „Ich, einfach Unverbesserlich“ verpasst -.-

    • Thomas sagt:

      Den einen kannst du ja mittlerweile zu Hause nachholen, auf den anderen wirst du wohl noch bis Ende März warten müssen ;) Welche hast du denn gesehen?

  • Juli sagt:

    Frankenweenie hab ich gesehen (Pflicht als Tim-Burton-Fan) und bei Catching Fire habe ich zuhause mal reingeschaut – aber da ich den ersten Teil nicht komplett gesehen habe, konnte ich mit dem zweiten auch nicht sooo viel anfangen, wobei ich die paar Szenen schon interessanter und auch wesentlich spannungsgeladener fand!

    • Thomas sagt:

      Dann solltest du dem ersten Teil mal eine Chance geben. Ist zwar eine Jugendromanverfilmung, aber dafür fand ich ihn doch recht gelungen. Und Catching Fire ist halt noch ein gutes Stück erwachsender.

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