Media Monday #134

Media Monday 134
Media Monday 134

Das Wochenende war mal wieder viel zu kurz – vor allem wenn man ein Stöckchen an den Kopf geworfen bekommt und deswegen mit Kopfschmerzen einen Tag flach liegt. Jetzt bin ich aber passend zum Wochenbeginn wieder fit und widme mich wieder den wichtigen Dingen im Leben. Beispielsweise dem Media Monday vom Medienjournal Blog. Und im Laufe der Woche kommen dann auch meine Antworten zum Blogstöckchen, dass mich ausgeknockt hat. Dafür muss ich aber auch erst einmal alle wichtigen Songs finden.

1. Was haltet ihr von den zahllosen Oscar-Artikeln und Prognosen, die derzeit wieder allerorten aus dem Boden schießen? Nett, unnötig, egal, spannend? Inhaltlich sind sie ziemlich egal, denn mittlerweile sollten alle interessierten wissen, wer in welcher Kategorie nominiert ist – und gewonnen ist ja schließlich auch noch nichts. Beim Thema Prognose werde ich aber immer ganz Ohr, denn ich finde es ganz lustig, da ein kleines Tippspiel draus zu machen. Gewinner tippen, Ergebnis abwarten und dann vergleichen. Könnte man ja auch ein kleines interaktives Event draus machen.

2. Aber die Oscars sind ja auch immer noch mal ein Rückblick auf das vergangene Jahr und ich denke, wir haben alle so einige Filme konsumiert. Welcher Film, den ihr im letzten Jahr geschaut (!) habt, meint ihr, hätte das Zeug zum Kultfilm? The World’s End hätte es unter allen wahrscheinlich am einfachsten, weil er als Teil der Cornetto-Trilogie einfach durchgehen würde. Potenzial haben auch Pacific Rim, Gravity und The Place Beyond the Pines. Meine persönliche Wahl wäre Dick Figures: The Movie als erste erfolgreich crowdgesourced YouTube-Produktion. Am meisten gönnen würde ich es aber Frankenweenie.

3. Und dann bitte noch eine Empfehlung: Der ideale Anti-Schlechte-Laune-Film ist Project X, weil man im Optimalfall im Anschluss tierisch Lust auf Party haben sollte.

4. Das Thema Comics hatten wir auch schon länger nicht mehr: Habt ihr euch vorgenommen, in der Richtung im noch jungen Jahr etwas zu lesen? Natürlich wenn ja was, wenn nein, warum nicht? Nein, weil ich den Einstieg immer sehr schwer finde. Iron Man, The Avengers, Captain America und noch einige nicht-Marvel-Comics würden mich ja durchaus interessieren, aber es gibt da mittlerweile so viele Ausgaben, Auflagen und Editionen, dass ich einfach nicht weiß, wo man sinnvoll anfangen könnte.

5. Eine Frage zum Thema Umzug fällt mir doch schon ein, weil das heute bei uns aktuell war: Was ist die eurer Meinung nach sinnvollste Art, die eigene Film- und Büchersammlung zu sortieren? Erstmal alle Sonderedition und -größen (Steelbook, Media Book, Collectors Edition,…) und dann alphabetisch. So findet man immerhin alles auf Anhieb. Richtig gut finde ich übrigens die Lösung der ERGOThek, die sich ein wunderschöne Wandhalterung für ihre Steelbooks gebaut hat. I <3 Steelbooks.

6. Und dann noch was zum Thema Emanzipation: Ich habe in letzter Zeit immer wieder gelesen, wie schlecht Frauen grundsätzlich in den meisten Filmen wegkommen und das sie kaum sinnvolle Rollen haben, bedeutend weniger Dialoge und wenn doch, dann meistens über die Hauptfigur, die natürlich meistens männlich ist. Nennt doch mal als Gegenbeispiel eine richtig starke, charakterlich ausgearbeitete, überzeugende und eigenständige Frauenfigur in Film oder Fernsehen. Ich bin ja überhaupt kein Freund dieser Diskussion, weil ich sie ziemlich scheinheilig finde und reden nichts bringt, wenn es nicht umgesetzt wird. Wir reden hier ja auch von einem Grundsatzproblem, da muss die Lösung schon in den Köpfen der Menschen vorherschen, denn jemandem so eine Einstellung aufzuzwingen ist genauso sinnlos. Deswegen halte ich diese Diskussion gerade in Unterhaltungsmedien wie Filmen, Serien oder Videospielen für kleinkariert. Schaut doch alleine schon auf Charlize Theron – die hat immer sehr emanzipierte (Haupt-)Rollen.

7. Meine zuletzt gesehener Film war The Wolf of Wall Street und der war glücklicherweise sehr unterhaltsam, weil unglaublich hohe Erwartungen hatte und im Ende trotzdem nicht enttäuscht wurde.

6 Comments

  • ER.GO sagt:

    Du Armer … dich hat das Stöckchen wohl am härtesten getroffen. Hatte wohl zu viel Schwung beim Werfen. Das nächste Mal bin ich vorsichtiger. :D

    Oh ja meine Steelbook Wandhalterung ist schon sehr toll und sehr einfach! ;)

    Ich finde du hast Recht mit deiner Aussage zur Hollywood-Emanzipation. Ist wirklich ein Grundsatzproblem. Zuschauen sehen eh das was sie sehen wollen. ;)

    … so und jetzt mach dich langsam fertig fürs Kino!!!

  • bullion sagt:

    An dieser Stelle muss ich auch noch einmal das schöne Whedon-Zitat bringen: ‘So, why do you write these strong female characters? Because you’re still asking me that question.’ Eben.

    Ansonsten habe ich in DVD-Zeiten Steelbooks auch geliebt, inzwischen bevorzuge ich die Plastik-Hüllen, die man ersetzen kann – Kinder und so, Beulen in Steelbooks und zerbissene Digipaks… ;)

    • Thomas sagt:

      Mit einer Steelbook-Halterung, wie die von der ERGOThek (leider habe ich gerade kein Foto zur Hand), kann sowas natürlich nicht passieren ;)

  • Juli sagt:

    „The Wolf of Wall Street“ scheint ja wirklich ziemlich gut zu sein. Du bist nun schon der dritte, von dem ich das höre/lese. Dann werde ich auch bald mal ins Kino hüpfen! :)

    • Thomas sagt:

      Nimm dir aber ordentlich Zeit mit. 180 Minuten um genau zu sein :D Ich kann ihn wirklich empfehlen. Und wenn man sich für die Oscars interessiert, sollte man ihn auch ruhig im Kino gucken.

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